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Theater Mariahilf sagt DANKE!

DANKE!

Die Bühne ist wieder leer und „Charlys Tante“ ist Geschichte. 🙁

Wir sagen DANKE an ein grandioses Publikum. Ihr habt uns heuer schon alle Karten aus der Hand gerissen, bevor wir überhaupt ein erstes Mal gespielt haben und ihr habt uns mit Lachen und Applaus durch jede einzelne Vorstellung getragen.

Und natürlich möchten wir uns auch bei unseren Helferlein hinter der Bühne bedanken: Lara Meier, Willi Klescher und Alexandra Fürst!

Wir hoffen, es hat euch gleich viel Spaß gemacht wie uns!

Jetzt laden wir mal alle wieder unsere Batterien auf und freuen uns auf die Theatersaison 2018. Hoffentlich wieder mit euch allen im Publikum! 🙂

Sind Puppen die besseren Schauspieler?

Wenn man sich das „Das Missverständnis“ (Albert Camus) unter der Regie von Nikolaus Habjan am Schauspielhaus Graz ansieht, kann man diesen Eindruck gewinnen.
Wem der Inhalt nicht zu harte Kost ist, sollte sich dies passend zu Halloween und Allerheiligen/Allerseelen nicht entgehen lassen. Im Ernst, das Spiel mit den Puppen, deren Symbolkraft verschiedene Interpretationen zulässt, ist kräftig, eindeutig, einfühlsam, hypnotisch, beängstigend und rührend zugleich. Die bis auf die Münder regungslosen Gesichter der Puppen wirken überzeugend lebendig; es bedarf keiner weiteren Regungen bis auf Stimme und Bewegung. Das scheinbar starre Puppenkorsett reicht nicht nur aus, die Geschichte konzentriert zu erzählen, es fördert geradezu die Wirkungskraft der in den Hintergrund tretenden Schauspielenden.

Selbige können optisch zwar nie wirklich gut ausgeblendet werden, dafür aber stimmlich umso besser. Dies wird dramatisch bewusst, wenn die Figuren in einen Dialog mit ihrem Inneren verfallen; sehr raffiniert umgesetzt. Wie gleich die ganze Inszenierung intelligent und behutsam umgesetzt ist, angefangen von einer an große Filme erinnernden musikalischen Untermalung, dem klaren Bühnenbild eines schräg kippenden Hotelaußen- und innenlebens ebenso wie die Tatsache, dass alle fünf Figuren im Stück von den drei Darstellenden gespielt werden. Eine Herausforderung, die gelingt.

Ein Stück ist nicht genug!

… war auf unserer Facebook-Seite neulich zu lesen.

Dies lässt erahnen, dass die kommende Produktion 2014/15 zwar in einem Stück daher kommt, dennoch aber zweierlei spielt. Was wird gespielt? Wer aufmerksam liest, wird es erahnen.

Theater Mariahilf jedenfalls freut sich jetzt schon die nächsten Aufführungstermine bekannt zu geben.

Gespielt wird an folgenden Tagen:

  • Freitag, 20.2.2015 – 19:30 Uhr (Premiere mit Premierenfeier!)
  • Samstag, 21.2.2015 – 19:30 Uhr
  • Sonntag, 22.2.2015 – 16:00 Uhr
  • Samstag, 28.2.2015 – 19:30 Uhr
  • Sonntag, 1.3.2015 – 16:00 Uhr
  • Mittwoch, 4.3.2015 – 19:30 Uhr
  • Freitag, 6.3.2015 – 19:30 Uhr
  • Samstag, 7.3.2015 – 19:30 Uhr

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Beinah schon Tradition …

… hat das Mitwirken einiger Darsteller und Darstellerinnen von Theater Mariahilf bei den Produktionen der Spielgemeinschaft Hohenrain, besser bekannt als Schlossspiele Reinthal.

Heuer dürfen Sie mit Gerhard Wonisch in der Rolle des Bräutigam aus der Provinz, Walther Nagler als dessen „falscher Freund“, sowie Ursula Perscha als wiederum dessen gewiefte Komplizin in der unbeschwerten Kömodie „Der Bräutigam aus der Provinz“ lachen. Mit dieser schwungvollen Komödie von Molieré, die im Original von 1669 „Monsieur de Pourceaugnac“ heißt und von Burkhard Minisdorfer gekonnt in Szene gesetzt wurde, ist beste Unterhaltung mit live Musik vorprogrammiert!

Freuen Sie sich auf einen kurzweiligen Abend im stimmungsvollen Taggerhof!

Übrigens: das Buffet, welches heuer erstmalig auch nach der Vorstellung geöffnet hat und damit Gelegenheit bietet, noch mit den Darstellern und Darstellerinnen gemütlich zu plaudern, wird heuer von Sarah Kugler und Renate Jagersbacher geleitet.

Alle Termine und Kartenreservierungen können Sie über die Homepage der Schlossspiele Reinthal ausfindig machen.

Auf Ihre gute Unterhaltung freut sich
Theater Mariahilf

Der Die Das Schöne

Wer denkt, Schönheit sei subjektiv, der irrt! – oder doch nicht?

Endlich durfte ich wiedermal einer Produktion beiwohnen, die mich zum Schreiben reizt: „Der Hässliche“ von Marius von Mayenburg in einer Produktion des Grazer „Theater im Keller“ (TiK) unter der hervorragenden Regie von Gogo Nachtmann.

Das Theaterstück „Der Hässliche“ spielt mit den Bedeutungen und Mechanismen von Schönheit, Macht, Erfolg, Neid, Kommunikation und Individualismus in unserer heutigen kapilatismusgeprägten Zeit. Macht und Erfolg sind an das äußerlich Schöne gebunden; wer schön ist, hat es leichter im Leben. Doch wer bestimmt, was schön ist? Anscheinend die Allgemeinheit, die jenes Ideal an Schönheit selbst nicht zu erreichen vermochte, es aber als Glück und Gewinn bringendes Element anerkennt. Was jedoch, wenn dieses Ziel erreichbar wird? Wenn jeder Person ermöglicht ist, eben diese Schönheit für sich anzueignen. Am Ende des Stücks wird die Uniformität der einzig anerkannten Schönheit zum inneren wie äußeren Konflikt für den nach Individualismus strebenden Einzelnen. So weit so spannend!

Gogo Nachtmann führt uns vor, wie schnelles, modernes, unterhaltsam wie nachdenklich stimmendes Theater intelligent umgesetzt werden kann. Auch wenn die Figuren stark kabaretistisch überzeichnet wirken und oft für humorvolle Szenen sorgen, sie sind nur allzu bodenständig und vermitteln einen brutalen Realitätsbezug; sie sind uns nur zu gut bekannt! Regie und Schauspieler treffen voll ins Schwarze. Teilweise in rasant wechselnden Doppelrollen beeindrucken (alph.) Alfred Haidacher, Christian Krall, Alexander Kropsch und Andrea Schramek den ganzen Abend hindurch. Als besonders gelungen empfand ich die Darstellung des Unterschiedes zwischen dem einst hässlichen und dem hernach als Ideal proklamierten schönen Protagonisten Krall: dieser findet nämlich im Kopf des Zusehers statt.

Signore e Signori!

Auch heuer darf TheaterMariahilf guten Gewissens wieder Werbung in quasi eigener obwohl fremder Sache machen!

Schlossspiele Reinthal, seit ein paar Jahren auch als „Sommertheater im Taggerhof“ unterwegs, gibt sich ab Mittwoch 19. Juni 2013 die Komödie „Zerbinettas Befreiung„. Diese beschwingte, schnelle venezianische Maskenkomödie von Fritz von Herzmanovsky-Orlando sorgt für turbulente, bunte Unterhaltung! Erleben Sie die ergreifendste Sonate, welche die Lagunenstadt je erhöhrt hat, den tapfersten Retter Venedigs, den weichherzigsten Mörder, den schrulligsten Botschafter Siziliens und die prächtigste Fürstin von Cythera!

Tatkräftige Unterstützung bekommt Reinthal auch heuer wieder durch Karin Huditz als lebenslustige, temperamentvolle Colombina und Walther Nagler als lustigen Gesellen, der mit allerlei Nebenbuhlern um Zerbinettas Hand kämpft.

Alle Aufführungstermine sowie Möglichkeit zur Reservierung finden Sie hier!

Genießen Sie einen vergnüglichen Sommerabend im stimmungsvollen Innenhof des Taggerhof-Geländes mit „Zerbinettas Befreiung“ unter der Regie von Gogo Nachtmann!

Bilder vom Lügenbold

Gut Ding braucht Weile 🙂

Endlich sind die besten Bilder der Produktion 2013 „Der Lügenbold“ online!

Alle Bilder sind in der Fotogalerie einsehbar. Wir wünschen viel Spaß beim Betrachten!

Hier ein kleiner Vorgeschmack:

Bunter Abend mit Viktor Kafka

Sie kennen Viktor Kafka nicht? Dann sehen Sie sich „Amerika“ im Schauspielhaus Graz an.

„Amerika“; ein Roman der eigentlich „Der Verschollene“ heißen hätte sollen, hätte ihn Franz Kafka vollendet. Und irgendwie verschollen kam einem der Protagonist Karl Rossmann in der Inszenierung von Viktor Bodó auch vor. Geschluckt vom Handlungsstrom, vom Karusell der ständig wechselnden Bühnenbilder, der vielen turbulenten Szenen und Figuren, mitgerissen und rausgeworfen zugleich. Anders als bei Turrinis „Der Riese vom Steinfeld“ – gesehen neulich am Wiener Volkstheater – kann man sagen, dass der Fokus weniger an der (für meinen Geschmack ebenso wie beim „Steinfelder Riesen“ zu naiv verhalten interpretierten) Hauptfigur denn vielmehr am ganzen Ensemble gelegen ist, das wahrlich einiges auch teilweise Akrobatisches zu tun hatte. Die unermüdlichen beachtlichen schauspielerischen wie körperlichen Leistungen der Darstellenden gehört wie in vielen Produktionen von Bodó zum Markenzeichen des schnellen Stückes. Auch Kafka selbst scheint ein Opfer des bunten Tempos geworden zu sein; und somit ist etwas Neues, Eigenes entstanden, dass es sich sehr lohnt genossen zu werden. Der Ideenreichtum von Bodó grenzt am Machbaren des Hauses und bestimmt den ganzen Abend; Kafkaeskes blitzt dennoch an wenigen Stellen durch, die dann durch eine geradezu „haneksche Ruhe“ dominiert werden.

Sie wollten ein Konzert von Ludwig Hirsch besuchen und fanden sich bei Falco wieder – anders aber interessant zu gleich!

Ius primae noctis und fremdgehen

Theater Mariahilf geht wieder fremd. Um genau zu sein; ein paar aus unserer Theatergruppe spielen auch heuer wieder (so wie die beiden Jahre davor: siehe „Ein besserer Herr„) im Sommertheater der Schlossspiele Reinthal mit. Gespielt wird im Taggerhof (siehe Karte unten) in Kainbach bei Graz als Freilufttheater.

Lassen Sie es sich nicht entgehen, wenn Gerhard Wonisch in der Hauptrolle als Figaro „Der tollste Tag“ widerfährt. Unter der Regie von niemand geringerem als Nikolaus Lechtaler (theater lechtaler-belic) wird das Stück „Der tollste Tag oder Figaros Hochzeit“ von Peter Turrini (nach dem Original von Pierre Augustin Caron de Beaumarchais) zum besten gegeben. Weiters spielen vom Theater Mariahilf Ensemble mit: Sarah Kugler, Paul Hofmann-Wellenhof und Walther Nagler. Das Recht der ersten Nacht (Ius primae noctis), also die Premiere (29. Juni) ist bereits vorüber gegangen, allerdings haben Sie noch weitere fünfzehnmal im Juli die Gelegenheit, mitzuverfolgen, ob es dem Diener Figaro gelingen wird, seine geliebte Susanne vor dem liebeshungrigen und intrigenversessenen Grafen zu retten, der seinerseits vor nichts zurück schreckt.

Weitere Inforamtionen und Kartenreservierung unter:
Kulturserver Graz
Facebook-Seite der Schlossspiele Reinthal

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Von Kindern und Tieren auf Bühnen II

und in diesem Fall, nur Tiere: Schafe nämlich.

Opferlamm, Wolf im Schafspelz, Herdentrieb, Schwarzes Schaf, Unschuldslamm oder Blöcken, egal was; das Bild passte und traf unerwartet und befremdlich zugleich genau den Kern der Thematik bei der gestrigen Vorstellung von Elfriede JelineksRechnitz (Der Würgeengel)“ in der österreichischen Erst-Inszenierung von Michael Simon am Grazer Schauspielhaus. Schafe! Ruhig und scheinbar teilnahmslos auf der leicht abgedunkelten Bühne umhertretend, stehend, hopsend, am Gezäun knabbernd, bäh (was sonst), mystisch und kraftvoll, rechtzeitig vor Ostern und rechtzeitig gestern in der Nacht vom 24. auf den 25. März (jedoch glücklicherweise nicht vor 67 Jahren und glücklicherweise im gut beheizten Grazer Schauspielhaus sitzend). Man merkt schon, der Realitätsanspruch von Theater wird duch Tiere auf der Bühne unübertroffen. Die spielen nicht, die sind so; wir als Zuseher und Beobachter erkennen: Die Bühne ist keine Illusion, nicht gemacht, nicht einstudiert, nicht anders und das Alles Jetzt. Wir sitzen nicht entfernt und genießen die unsichtbare 4. Wand als Schutz auch vor unserer zusehenden Befangenheit und/oder Belustigung, nein, wir erfassen uns als Teil des Schauspiels, da es keine Grenze mehr gibt zwischen Bühne, dem Stück und uns; so soll es sein – ein Dank dafür!

Danke auch dafür, dass keine plakativen Gemetzel-, Sexual- oder derart durchaus naheliegenden Blitzlichter auftauchten. Danke auch für die intelligenteren Lösungen und Bilder an Stelle dieser. Ein dickes Danke an die feine Textarbeit der geforderten Schauspielerinnen und Schauspieler. Ein noch dickeres Danke an die meiner Meinung gefühlvollste Szene des Abends mit dem grandiosen Stefan Suske und der überzeugende (deutschen – lol) Steffi Krautz für ihre Heranführung an den Kannibalismus – lese auch: „Wir Nachgeborenen haben uns einen Blick auf die NS-Zeit zurechtgelegt, der mehr oder weniger sagt, der Holocaust ist ein bürokratischer und verwaltungstechnischer Akt gewesen. Und die Jelinek sagt, es ist ein dionysischer Rausch gewesen, in dessen Verlauf Menschen gegessen worden sind.

Für Interessierte: